Samstag, 30. April 2016

"Ihre naive Theorie tangiert mich äußerst peripher, Sie kleines Pupshirn." - Sind intelligente Menschen weniger empathisch?



Kennt Ihr das auch? Ein super intelligenter Mensch, der schnell Zusammenhänge erkennt und auf vielen Gebieten ausgeprägt hohe kognitive Fähigkeiten aufweist, dieser Mensch kann an manchen Tagen sowas von nicht sozial sein, dass man sich wirklich fragt, wie dieses Verhalten mit seiner hohen Intelligenz zusammen passt.

Mit unsozialem Verhalten meine ich, dass der Mensch kurz angebunden, genervt, gereizt, zickig oder abgehoben reagiert und manchmal glaubt, das Wissen der Welt lastet allein auf seinen Schultern, was rechtfertigt, seiner Meinung nach weniger intelligente Menschen geringschätzig behandeln zu können. Oder aber der Mensch lebt wie ein Einsiedler, zurückgezogen zuhause, geht wenig unter Leute und scheint auch nicht unbedingt viele Freunde zu haben, denn "my home is my castle".

Ja, ich durfte die Erfahrung machen, dass es wirklich Menschen dieser Art gibt. Diese Erfahrung machte ich auch nicht nur einmal. All das, was ich im Folgenden beschreibe, sind MEINE Eindrücke. Sie erheben nicht den Anspruch, allgemeingültig zu sein.

Doch sind diese Menschen wirklich weniger empathisch, bzw. weniger sozial oder woran liegt es, dass dieser Eindruck entsteht, es könne so sein?

Fangen wir doch einmal an, in der Kindheit zu schauen, wie die kleinen wissbegierigen Menschen aufwuchsen. Oft hört man von Kindern, die bereits im Alter von 5 Jahren lesen, musizieren oder rechnen können. Gut ist es, wenn Eltern dies rechtzeitig erkennen und das Kind mit kindgerechter Literatur oder Aufgabenstellung fördern. So kann keine Langeweile aufkommen und das Kind fühlt sich nicht unterfordert. Wenn es sich nicht unterfordert fühlt, kommt es auch weniger auf "dumme Gedanken", wie etwa eine sinnlose Zerstörungswut oder verbal/körperliche Aggressionen zu entwickeln. Bringen die Eltern dem Kind zudem Lob und Anerkennung, sowie Liebe und Verständnis und Austausch im Umgang mit weniger wissbegierigen Kindern entgegen, kann das Kind in einem vertrauensvollen Verhältnis zu sich, seinen Eltern/Geschwistern und Freunden aufwachsen. Das ist die wunderschöne, spielerisch leichte Blümchenwiesentheorie. Doch leider sieht es oft anders aus.

In der Praxis scheint es vermehrt so zu sein, dass intelligente Kinder, die heute bereits seit vielen Jahren erwachsen sind, in einem Milieu aufwuchsen, in dem es viele der oben angesprochenen Punkte nicht oder nicht in ausreichendem Maß gab.
Wenn die Eltern lange arbeiteten und dem Kind nicht die Förderung zuteilgelassen werden konnte, die es gebraucht hätte, dann musste das Kind sich selbst genügen. Es versuchte vielleicht, aus den Kinderbüchern, die in dessen Zimmer vorhanden waren, die Geschichten selbst erst einmal nachzuerzählen oder so gut zuzuhören, wenn ihm des Abends vorgelesen wurde, dass es sich merkte, welchen Buchstaben an welcher Stelle des Wortes standen, das die Eltern gerade vorlasen.
So saß es also, auf die Rückkehr der Eltern zuhause wartend, im Kinderzimmer und übte allein lesen. Das führte dazu, dass es sich in der ersten Klasse erheblich langweilte, als die Kinder, die mit einer normal-durchschnittlichen Intelligenz gesegnet waren, die ersten Buchstaben lesen und schreiben lernten. Des Weiteren wurde das Kind von seinen Klassenkameraden ausgegrenzt, zum Teil, weil es schon schreiben konnte, sich langweilte und die anderen Kinder spüren ließ, wie wenig es am Unterrichtsstoff interessiert war oder aber, weil es versuchte zu helfen. Das jedoch wurde von den anderen Kindern nicht gewünscht und das schnell lernende Kind wurde als Besserwisser und Streber abgestempelt.
Wenn solch ein Zustand einmal erreicht wurde, ist es schwer, diesen zu ändern. Warum sollte dieses intelligente Kindchen seinen gegangenen Weg auch wieder verlassen? Es hatte nichts falsch gemacht, sondern wollte nur helfen. Und was konnte das Kind dafür, dass die Klassenkameraden so lange brauchten, um lesen und schreiben zu lernen? Es hatte sich das Lesen und Schreiben auch selbst beigebracht. Also musste das, was das Kind konnte doch auch für die anderen Kinder gelten.
Es verstand nicht, dass manche Kinder keine so rasche Auffassungsgabe hatten und dass für die anderen Kinder irgendwann ein "Stopp im Gehirn" einsetzte, der ab einem gewissen Denkprozess verhinderte, schneller, tiefgründiger und logischer an gestellte Aufgaben heranzugehen.
Für die Schulkameraden war es ebenso schwer, das kluge Kind zu verstehen, denn sie konnten ihm in ihrem Denken nicht folgen und stempelten es als angeberischen Streber ab, der nur die Aufmerksamkeit der Lehrer auf sich ziehen wollte.
Das kluge Kind war also tief in seinem Inneren getroffen. Zuhause war es allein und in der Schule wurde es von den Kameraden ausgegrenzt. 

All diese eben geschilderten Erfahrungen machte das Kind nicht nur einmal, sondern in seiner Schullaufbahn immer wieder. Und so entschloss es sich, keine weiteren Ratschläge zu geben, sich in der Pause lieber einem guten, neuen Buch zu widmen und die anderen Kinder in Ruhe in ihren Grüppchen spielen oder reden zu lassen. Sollten sie doch über den neusten Schulhofklatsch tratschen oder sich über Schminke, Autos, Fußball und das letzte Partywochenende unterhalten. Das war nichts gegen die Dramen von Shakespeare oder die philosophischen Ansichten von Nitzsche. Was wussten die Anderen denn schon von den wirklich wichtigen Dingen im Leben? Nichts. Das Leben war so viel mehr und diese kleinen einfachen Geschöpfe erkannten es einfach nicht. Wie langweilig die Gespräche mit ihnen waren....
Doch tief im Inneren hätte das Kind sich gewünscht, mit ihnen in einer Gruppe zu stehen, mitzulachen, mitzugehen zu abendlichen Veranstaltungen. Aber die wollten es nicht dabei haben. Sie waren so ein eingeschworener Haufen, dass man an sie nicht mehr herankam. Die Themen waren nicht die gleichen. Des Kindes Meinung eine andere als ihre.
Zu all den unglücklichen Lebensumständen kann hinzukommen, dass sich auch die Eltern zunehmend überfordert fühlten und den Anforderungen des Kindes nicht mehr gerecht werden konnten, da ihr Wissenstand nun ein Defizit aufzuweisen begann, je mehr Klassenstufen das Kind absolviert. Aufgabenstellungen wurden nicht mehr verstanden, den Gedanken, die sich das Kind über das Leben machte konnte keine ausreichende Antwort mehr gegeben werden. Die Frustration der Eltern  stieg, über sich selbst und über das Kind, das auf einmal ein nicht mehr überwindbarer Berg an Wissen und Anforderungen wurde. Es kann gut sein, dass die Eltern begannen, diesen Frust am Kind auszulassen, verbal oder physisch. Das trug dazu bei, dass sich das Kind von den Eltern entfernte, rebellierte oder sich, alleingelassen fühlend, in seinem Zimmer verkroch, um dort lieber mit Gleichgesinnten im Internet zu chatten.
Das Kind wurde zum Jugendlichen und plötzlich tauchte das andere Geschlecht auf. Der Jugendliche wollte es erobern und erfahren, was es hieß, die erste große Liebe für sich zu gewinnen. Doch wie eroberte man die große Liebe?
Die Klassenkameraden schienen damit keine Probleme zu haben. Sie prollten vor den Angebeteten die ihnen gefielen herum, luden sie zum Drink ein und unterhielten sich unbefangen. Aber wie unterhält man sich unbefangen, überlegte der sonst so wissensüberlegene Teenager? Er könnte über die 10. Neuauflage des gerade erschienenen Goethe-Klassikers "Die Leiden des jungen Werthers" sprechen. Das könnte die Gegenseite interessieren. Zudem könnte man unauffällig seine versteckten  Gefühle zum Ausdruck bringen, denn so offen war es dem Jugendlichen nicht möglich, über seine Gefühle zu reden. Das würde plump wirken und den angebeteten Gegenpart wohl möglich verschrecken. Außerdem wollte er nicht aufdringlich sein, denn er wusste nicht, wie das Gebaren beim Gegenüber ankam. Daher war die Idee des mit-dem-anderen Geschlecht-was-trinken-Gehens in den  Augen des Jugendlichen eher wenig geeignet, sich zu nähern.
Irgendwann nahm er all seinen Mut zusammen und fragte nach dem Unterricht, ob es von Interesse sei, das Goethewerk miteinander zu lesen und zu besprechen. Die Gegenseite verneinte und fragte gleichzeitig, ob es sich nicht um das Buch von dem Autor handele, der vor einiger Zeit diesen Zombiethriller herausgegeben hatte.
Am Verstand des Gegenübers zweifelnd und traurig-enttäuscht darüber, abgewiesen worden zu sein, fragte sich der Jugendliche, wie man mit solch einer in seinen Augen ungebildeten Person das Bedürfnis haben konnte, einen gemeinsamen Lebensweg zu beschreiten. Der Rückschlag saß tief, denn er hatte sich viel von seiner Frage versprochen. Er wollte auch dazugehören, auch einen netten Partner an der Seite haben, mit dem man sich über das Leben austauschen und eventuell sogar die gleichen Interessen teilen konnte. Dem Jugendlichen war das Gegenüber aber so wichtig, dass er noch einen Versuch der Kontaktaufnahme wagte. Er dachte sich, es wäre gut, seiner Gefühle schriftlich Ausdruck zu verleihen. Er legte seine ganze Energie in das Schreiben ebendieser, ein wenig jugendlich-kitschig, aber voller Innbrunst. Der Brief blieb ohne Antwort.

Das für die Jugendjahre Beschriebene setzte sich fort. Irgendwann beschloss der junge Erwachsene, nach dem nun vollendeten Studium, in dem er sich zwar mit Gleichgesinnten austauschen konnte und seine Gesprächsthemen endlich verstanden und ernst genommen wurden, sich vollends auf die Arbeit, die Karriere zu konzentrieren. Es blieb keine Zeit mehr für die Suche nach der Liebe fürs Leben zu begeben, die nach seiner Ansicht sowieso nur eine üble Laune der Natur und der Hormone war, zur Fortpflanzung dienend und danach weitestgehend uninteressant und belanglos. Er beschloss des Weiteren mit all seinem geistigen Willen sich nicht mehr zu verlieben und hob statt des Fühlens das Denken in den Zenit. Außerdem war der junge Erwachsene der Ansicht, menschliche Beziehungen schränkten das Leben zu sehr ein. Sie beraubten die Freiheit, die das Leben bei all seiner Unfreiheit noch bot. Und nach Kompromissen stand ihm nicht der Sinn.
Anhand dieser Darstellungen lässt sich leicht erkennen, dass es dem intelligenten Menschen gar nicht möglich war, ausreichend empathische Fähigkeiten zu entwickeln, was aber NICHT heißt, dass der Mensch nicht empathisch ist. Das Erlernen von Empathie wurde dem Menschen nur schwer gemacht. Und im Herzen, ganz tief in sich drin ist dieser Mensch sehr wohl sehr empathisch (siehe Liebesbrief und seine Empfindungen, die immer wieder durch Ablehnung in Trauer, Wut und Resignation umschlugen). Er vermied nur zunehmend, seine Gefühle nach außen zu tragen. Zudem begann er sich irgendwann zu fragen, warum er immer nett auf andere Menschen zugehen soll, wenn sie ihn als Person oder seine angebotene Unterstützung sowieso ablehnten. Daraus ergibt sich, dass er nicht nur genervt reagiert, wenn ihm in seinen Augen "naive" Fragen oder Theorien/Praxen herangetragen werden, sondern auch, um Leute auf Abstand zu halten, um den Schmerz der vergangenen Tage nicht noch einmal erleben zu müssen.

Rechtfertigen diese Lebensumstände ein ungebührliches Verhalten anderen Menschen gegenüber? Sicher nicht! Aber für diese Menschen ist es vielleicht leichter zu verstehen, warum ein Mensch, der mit überdurchschnittlich kognitiven Fähigkeiten ausgestattet ist, so agiert.

Ich denke, das Einzige, was intelligente Menschen anderen Menschen voraushaben KÖNNTEN, wäre ggf. die Möglichkeit des schnelleren (Wieder-)Erlernens empathischer Fähigkeiten. Diese Schlussfolgerung ziehe ich daraus, da mir bekannt ist, dass der Umgang mit Empathie bei intelligenten Menschen eher auf rationaler Ebene stattfindet, als auf emotionaler. Da intelligentere Menschen über eine schnellere Auffassungsgabe verfügen, könnte es in meinen Augen möglich sein, diese mitfühlenden Fähigkeiten rational zu verstehen, um sie emotional umsetzen zu können. Das kann einerseits mit professioneller Hilfe erfolgen, aber mehr und besser noch erlernt werden, indem der Austausch mit anderen Menschen stärker zugelassen wird. 

Und hier zum Schluss: Nein, Menschen mit einem höheren IQ müssen nicht unempathischer als Menschen mit einem durchschnittlichen IQ sein.

Samstag, 23. April 2016

Bilde die Quersumme zum Quadrat aus yz und dividiere durch Pi- Intelligente Intelligenztests?!





Bei der Recherche zu einem eigentlich anderen Thema, das sich aber an dieses heutige anschließen lässt, gelangte ich zu der Frage "Sind Intelligenztests wirklich intelligent und wofür brauche ich sie in der heutigen Zeit? Sind sie eventuell ein Relik aus einer vergangenen Zeit?"



Um diese Fragen etwas genauer beantworten zu können, setzte ich mich heute hin und führte selbst noch einmal ebendiesen Test aus. 

Mit Schaudern musste ich an die Intelligenztests der Einstellungsverfahren für die Berufsausbildung denken, die ca. 20 Jahre her sind. Aufgaben mussten in einer bestimmten Zeit gelöst werden. 
Wenn ich sie nicht beantworten konnte, kam ich mir vor wie der letzte Loser. Ich dachte nur: Jetzt hab´ ich´s vergeigt, ich bin nicht intelligent. Ich bin nichts wert. Denn nur wer intelligent ist, wird von der Gesellschaft anerkannt und hat Erfolg."

Für jede nicht beantwortete oder falsch beantwortete Aufgabe schämte ich mich in Grund und Boden. Sollte ich es nicht eigentlich doch besser können? War ich wirklich so dumm?


Doch dann kam meine Zeit: der Deutschtest. Rechtschreibung, Finden von Fehlern, Schreiben von Texten. Voll mein Ding.
Und dann noch ein wenig Sozialkunde. Das war auch noch sehr okay. Nicht spitzenmäßig, aber okay. 
Damals meinte man, ich wäre intelligent genug, eine Ausbildung zu beginnen. Soweit, so fein.

Allerdings bestehen die Großteile dieser Tests aus mathematisch-logischen Aufgaben, deren Lösen mir einfach nicht lag. Ich bin kein logisches Wesen, also gemessen an den wirklichen Brains.

Aber fragt man mich, ob der süße Kerl dort hinten an der Theke was mit der kleinen Blondine anfangen will und ob sie nicht gerade ihre Tage hat, womit der Abend für den Kerl wahrscheinlich schon gerade beim Ansprechen beendet ist, und ob ihm eventuell ein Furz quer sitzt, da seine bis jetzt verheimlichte feste Freundin ihn vorher zuhause so richtig zur Sau gemacht hat, weil er wieder den Abwasch nicht erledigt hat, solche Themen sind genau mein Ding...


Zurück zum heutigen Intelligenztest der Süddeutschen Zeitung. Lassen Sie mich das Ganze so zusammenfassen: Eine Amöbe hätte spielend mit mir konkurrieren können.

Woran lag das? Zum einen ganz einfach: als ich damals, zu Schulzeiten, diese Tests machen musste, war ich tippitoppi vorbereitet. Ich hatte gefühlte hunderte solcher blöden Tests zuhause am Schreibtisch durchgespielt. In den verschiedensten Variationen. Mathematik, Logik, Sozialkunde, Deutsch....alles Themen, die ich in der Schulzeit bis zum Erbrechen lernen musste, die also noch sehr frisch in meinem Gehirn gespeichert waren.


Zum anderen sorgte man zuhause dafür, dass ich genug Schlaf bekam, ausgewogen aß und den Test nicht mal eben zwischen zwei Arbeitsschichten lösen musste. Das sind Komponenten, die solch einen Test sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können.
Des Weiteren hatte ich nicht im Hinterkopf zehn weitere Aufgaben gespeichert, die an einem Prüfungstag noch hätten erledigt werden müssen, so wie es heute der Fall war.



Zwanzig Jahre später stelle ich mir dennoch die gleiche Frage: bin ich eigentlich dumm? Wieso weiß ich soviel nicht (mehr)? Ich weiß, dass Logik und "höhere" Mathematik nie mein Steckenpferd waren und es nie sein werden. Trotzdem ärgert es mich, diese Aufgaben in so geringem Maße zu können. Und in Sozialkunde bin ich auch nicht mehr die hellste Kerze am Baum. Das liegt daran, dass ich mich in den letzten Jahren kaum hinreichend mit politischen/gesellschaftlichen Themen auseinandersetzte und es auch nicht wollte.

Aber was habe ich in den vergangenen Jahren wirklich gut gemacht? Geschrieben. Gekocht. Meine soziale und kulturelle Kompetenz geschult. Darin bin ich eindeutig besser geworden. 

Trotzdem bestätigt mir der Intelligenztest, dass ich meinen Maßstäben (!) nicht gerecht werde. Ich bin immer noch dumm. Meine Freunde sagen etwas Anderes. Ich frage mich, woher sie diese Meinungen haben...



Zurück nun zur Ausgangsfrage: Sind Intelligenztest wirklich intelligent? Ja, in gewisser Weise schon. Für Einstellungstests sind sie nützlich. So kann ich ganz gezielte Fragen stellen, die speziell auf die Arbeit in einer Firma abzielen (btw Führerscheintests sind auch Intelligenztests ;) ) und muss nicht befürchten, dass Herr Meyer gleich am ersten Arbeitstag die Bank in den Ruin stürzt, weil er den 2,5 %igen Zinssatz von 1234.56 Euro als Banker nicht ausrechnen kann.

Aber außer, dass ich vielleicht (k)ein kleines Brain in Mathematik und Logik bin, was sagen diese Tests über mich als Mensch aus? Bin ich deswegen ein schlechterer Mensch? Sie sagen nämlich nichts darüber aus, ob ich künstlerisch begabt, hilfsbereit, fleißig, pünktlich und sozial kompetent bin. Ich könnte den besten Test der Welt hinlegen, aber wenn ich meine zukünftigen Chef im Vorstellungsgespräch mit "Na, Alter, was geht? Alles fit im Schr...?!" begrüße, glaube ich nicht, dass der zukünftige Chef wirklich zukünftig sein wird.

Es ist daher wichtig, wenn man einen solchen Test gestaltet, ihn nicht nur auf den Denkraum der Logik, Sprache und Schrift zu spezialisieren, sondern ebenso die künstlerische und personelle Intelligenz abzufragen, bzw. zu hinterfragen.
Denn nur, wer den Menschen in seiner Vielfalt des Denkens und Handelns wahrnimmt, kann mit solch einem Intelligenztest die Gestalt des Menschen in Gänze erfassen.