Samstag, 14. Januar 2017

Die Spree ist Gold im "Spreegold"


Wo kann man denn in Berlin gut essen gehen? Etwas abgelegener vom Mainstream-Alex-Restaurant-Gerummel, bitte, weil einem die chinesischen und italienischen Restaurants schon zum Halse raushängen, und auch nicht unbedingt gutbürgerlich, denn  die Lust auf ein Kilo Haxe mit Grünkohl ist ebenfalls nicht da.

Wenn man mich in Berlin treffen sollte, dann essenstechnisch ziemlich oft im "Spreegold", derer Filialen es in Berlin gleich drei gibt. Die größte ist in der Schönhauser Allee und auch gleichzeitig die gemütlichste, wie ich finde. Von der Bahn "Schönhauser Allee" direkt ins "Spreegold" zu fallen, ist hier fast möglich, denn das Hipster-Restaurant-Café befindet sich nur ca. zwei Gehminuten davon entfernt, in der Stargarder Str. 82.

Die zweite Filiale ist ca. drei Gehminuten von der S-Bahn "Alexanderplatz" entfernt, etwas abgelegener vom Touristenrummel in der Hufelandstr. 20 und die letzte Filiale, die ich aber noch nie besucht habe, ist ein Coffeeshop in der Rosa-Luxemburg-Str. 2. 
(Ich merke, die Glückszahl scheint die 2 zu sein ;).)

Mein Lieblingsrestaurant ist das in der Schönhauser Allee. Dort kann man gemütlich in Couchsitzgruppen Platz nehmen, sich an einen Zweiertisch flätzen oder die Aussicht auf die Schönhauser auf Hochstühlen an der Fensterfront genießen.
Wenn ihr ins "Spreegold" geht, werdet ihr merken, wie durchmischt das Klientel ist. Vom Manager, der schnell mal eben seinen Espresso genießt, über Studenten, die das einstündig kostenlose WLAN nutzen, um ihre Arbeiten auszuarbeiten; Muttis mit Kleinkindern, die sich mit ihren Freundinnen auf einen fruchtigen Smoothie treffen, oder aber abgerockte Schauspieler, die Pasta in rauen Mengen verdrücken. All dies konnte ich dort schon beobachten. Und natürlich die coolen Hipster-Bärte-Jungs, die lässig die Straße abchecken, nicht zu vergessen.

Ich bin gerne dort, weil man wirklich entspannen und die Stunden verstreichen lassen kann mit einem guten Buch oder einfach nur dabei, die Menschen im Lokal zu beobachten.

Die Filiale beim Alex ist etwas kleiner gehalten, hat lange Sitzreihen mit langen Tischen in der Mitte des Raumes, was ich nicht so kuschelig finde. Auch dort kann man am Fenster sitzen, entweder an Zweiertischen oder auf Hochstühlen und auch dort gibt es eine kleine gemütliche Couch, die sich aber leider in der Einflugschneise zum Klo befindet, was ein ruhiges, ungestörtes Sitzen nicht unbedingt ermöglicht. 
Highlight dieser Filiale ist allerdings die einsehbare Küche. Ich liebe es, den Köchen dabei zuzusehen, wie sie die Speisen zubereiten und zu sehen, was gerade in den Pfannen vor sich hinbrät. Gemein ist das schon: sie arbeiten, wir essen und schauen ihnen auch noch auf die Finger. Aber für die Gäste ist das wirklich ein schöner Anblick.
Alle Filialen sind mit einer großen Theke versehen, an der ihr noch einmal "Essen to go" erwerben könnt, wie zum Beispiel Sandwiches, Waffeln, Süßigkeiten und andere kulinarische Leckereien. Ich habe mir dort vor einiger Zeit ein Croissant mit Camembert, Butter und schön viel Marmelade gekauft. Sehr lecker!

Nach all dem Gerede über die Einrichtung und den Sitz der Lokalitäten kommen wir nun endlich zum Wichtigsten: dem Essen!

Das Essen dort ist vor allen Dingen gesund und bunt. Herrlich angerichtete Teller mit den unterschiedlichsten Speisen könnt ihr dort sehen.
Am besten man fängt morgens mit einem Chia – Superfoodporridge (Warmer Haferporridge mit Chia-Samen, Goji-Beeren, Kokos, Hanfsamen, Leinsamen und Cashews) an und arbeitet sich dann über die leckeren Pancakes hin zu den verschiedenen Eiervariationen, über die Pastagerichte und landet am Abend bei den Burgern... Das wäre mein perfekter "Spreegold"-Tag ;). Wer es total gesundheitsbewusst mag, greift zu den Paleo-Gerichten. 

Das Essen ist nicht nur super ansehnlich, sondern es schmeckt auch gut. 
Zwischendurch trinkt ihr den Green-Dream-Smoothie, meinen absoluten Lieblingssmoothie mit Apfel, Minze und Ingwer. Wenn der Ingwer gut ist, bekommt ihr ein schön stronges Getränk, das euch erst einmal wach werden lässt ;). Ansonsten könnt ihr aber auch ein Matcha-Latte schlürfen oder, so ganz gewöhnlich, unspektakulär, einen schnöden Kaffee trinken.

Diese Kette ist keine mal-eben-schnell-Essen-a lá-Mecces-Kette, sondern die Preise halten sich hier im gehobenen Segment, sind aber trotzdem bezahlbar. Das oben erwähnte Porridge kostet 6,50 Euro, die Pastas und Burger zwischen 6 und 13 Euro und die Salate auch schon mal 16 Euro.


Wenn ihr also in Berlin sein solltet und nicht wisst, wo ihr vielseitiges, leckeres, buntes Essen zu euch nehmen könnt, dann geht ruhig ins "Spreegold". Ich verspreche euch, es lohnt sich.

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