Mittwoch, 29. August 2012

6. Lichtklangnacht im IGA-Park Rostock

Am 24. und 25. August 2012 fand auf dem Gelände der ehemaligen Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) die 6. Rostocker Lichtklangnacht statt, deren Mitveranstalter das Volkstheater Rostock war.
Ich war sehr gespannt, was sich das Theater einfallen ließ, um die Besucher dieser zwei Nächte im Zeichen des Lichts und der Geräusche zu beeindrucken. Und am Ende war ich stolz auf  "mein Theater", denn ich durfte zwei sehr schöne Aufführungen erleben, nämlich die des Musiktheaters und des Schauspiels.

Das diesjährige Motto der Lichtklangnacht war "Zauberflöten" und der Intendant des Volkstheaters begrüßte die Gäste auf dem IGA-Gelände mit Ausschnitten aus der Oper "Die Zauberflöte" von W. A. Mozart. Ich habe dazu ein kleines Video gedreht und einen Ausschnitt daraus findet ihr gleich unter diesem Text.  Die Videoqualität hat sehr gelitten, was am Hochladen bei Blogger liegt. Da kann ich leider nicht viel machen, aber ihr gewinnt zumindest einen klitzekleinen Eindruck von der Aufführung. Mir hat hierbei besonders gefallen, dass bis auf die Königin der Nacht (diese Rolle wurde neu besetzt und muss bis zu Wiederaufnahme der Oper neu einstudiert werden) alle Darsteller dieser Oper einen Part singen durften und ich sah allen Beteiligten an, dass sie Spaß an ihrer Arbeit hatten.





Nach diesem Auftritt gingen meine Freundinnen und ich, mit denen ich den Abend verbrachte, zu einer Melonen-Jonglierdarbietung - mit Melonen sind die Hüte und nicht die Früchte gemeint - einer jungen Dame, die zwar schön anzusehen war, die jedoch noch etwas üben hätte müssen, um ihren Auftritt fehlerfrei zu absolvieren. Ich habe größten Respekt vor akrobatischer Kunst, aber wenn ich damit vor einem Publikum auftrete, würde ich zuvor ein wenig sicherer im Beherrschen der Technik sein wollen. Leider machte die Tatsache, dass sie die Hüte immer wieder verlor, die Show ein wenig kaputt. Aber gut, sie hat sich Mühe gegeben und vielleicht war sie nur aufgeregt und am Folgeabend viel besser drauf. Das kann ich hier nicht beurteilen.


Für mich stand dieser Abend sehr im Zeichen des Volkstheaters, denn ich wollte möglichst alle Programmausschnitte aus Tanz, Musik und Schauspiel mitverfolgen. Leider war mir das aber nicht möglich, da ich gern ein Video von "Glorious - die wahre Geschichte der Florence Foster Jenkins" aufzeichnen wollte. Die Auftrittszeit des Schauspiels überschnitt sich mit der unseres Tanztheaters Bronislav Roznos, sodass ich leider das Tanztheater nur sehr kurz zu Beginn des Abends in den letzten Minuten verfolgen konnte. Die Jungs und Mädels hatten sich etwas Witziges ausgedacht. Ihre Körper waren mit fluoreszierender Farbe bemalt und sie tanzten mit Leuchtstäben. Es ist mir leider nur gelungen, ein einziges Foto zu machen, das entstand, während es noch relativ hell am Himmel war, sodass die ganze Farbenpracht leider mehr erahn-, als sehbar ist. 



Die Schauspieler von "Glorious" hatten wirklich eine gloriose Bühne. Sie spielten auf dem Schwimmkran "Langer Heinrich", mit Blick auf den Containerhafen auf der anderen Seite der Warnow. 
"Glorious" ist ein famoses Theaterstück und unsere Darsteller waren Zucker. Sie waren mit viel Spielfreude dabei und das selbst nach mehrtägigen Proben und der zweiten Aufführung an diesem Abend.
Ich kann nur empfehlen, sich das Stück entweder bei uns im Volkstheater, oder einfach einmal in einem nahe gelegenen Theater des jeweiligen Lesers anzusehen .
Ich habe also meine Videoaufnahmen gemacht und bin dann zum Chinesischen Pavillon geeilt, an dem schon meine Freundinnen auf mich warteten.











Dort spielte das Charles-Davis-Quartett "Four or more flutes" in einer wunderschönen nächtlichen Atmosphäre Flötenlieder, an die ich mich leider nicht mehr so genau erinnere, weil ich von dem Licht so beeindruckt war. 







Kurz vor dem Ende unseres Abends sahen wir uns noch Dorit Lipinski mit ihren fluoreszierenden Gewändern und Tüchern an, die zu orientalischer Musik tanzte. Diese Aufführung, bzw. die letzten 5 Minuten, hat mir richtig gut gefallen, da ich orientalischen Tanz, sowie die entsprechende Musik dazu, sehr mag.




Am Traditionsschiff, das das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum beheimatet, wurden während des ganzen Abends Kurzfilme des "Fish"-Festivals gezeigt. Eine Filmprojektion an eine Schiffsaußenwand hatte ich noch nie gesehen und fand das eine neue und interessante Art, ein Schiff zu nutzen. Ich kann mich erinnern, einen Film, der aus lauter Schattenspielen bestand, gesehen zu haben, sowie Musiker und ihre Instrumente, die ein Stück von Bach spielten. Eine schöne Idee für kommende Festivitäten, die man unbedingt wiederholen sollte.


Am Schluss des Abends liefen wir vorbei an kleinen Büschen und Bäumen, die in unterschiedlichen Farben beleuchtet war und "aus ihnen" klangen die Stimmen von Kindern, die die Geschichte der Zauberflöte nacherzählten, untermalt von gesanglichen Darbietungen aus der Oper, unter anderem sang die Königin der Nacht. Das war wirklich, wirklich, wirklich schön. Ansonsten kann ich aber sagen, dass ich lichttechnisch mehr erwartet hätte, gerade was die Beleuchtung der ringsum befindlichen Bäume und Sträucher betraf. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber für mich war es nicht unbedingt der Knaller. Ich glaube, die Veranstalter legten mehr Wert darauf, die Gebäude zu beleuchten, was ihnen auch gelang, aber ich hätte trotzdem ein wenig mehr Raffinesse erwartet. Gar nicht gefiel mir, dass in den späten, dunklen Abendstunden die Wege nicht beleuchtet waren, wenn es nicht gerade große Hauptwege betraf. Da sollten sich die Initiatoren vielleicht überlegen, wie man eine Möglichkeit dafür schaffen kann.

Alles in allem war es für mich ein gelungener, netter Abend, der mir durch die Auftritte des Volkstheaters Rostock aufgehellt werden konnte, den ich aber nicht unbedingt so schnell wieder haben müsste.


Ein schön beleuchteter Weg, wenn es auch nicht so viele davon gab.



Der Eingang zum Chinesischen Pavillon




Nächtliche Stimmung  im chinesischen Garten




Am Strand wurde am späten Abend eine Feuershow gezeigt, die ich leider nur noch von Weitem sah.

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